Heidenmauer/Pagan wall

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English see below

Die Heidenmauer umschliesst drei Hügelkuppen und ist mit Wanderwegen gut erschlossen. Das Kloster Odilie ist in die Mauer integriert. In unmittelbarer Nähe des Klosters ist die Mauer allerdings nicht mehr zu sehen. Sie musste neueren Bauten und Parkplätzen weichen. An einem schönen sonnigen Tag ist die 11 km lange Mauer gut zu besichtigen. Ist man vor Ort, so wird bald einmal klar, dass es sich hier nicht um ein Bauwerk aus dem Mittelalter handeln kann wie das einige Leute glauben machen wollen. Bei den sogenannten Beweisstücken für diese Datierung handelt es sich vermutlich um einen Restaurationsversuch der rätselhaften Mauer oder um eine bewusste Täuschung. Wäre diese Datierung richtig, so würde die Mauer wohl auch in einigen Schriftstücken Erwähnung finden und das Holz, das auf einem Estrich gefunden wurde und als sogenanntes Beweisstück dient, hätte wohl auch an einigen Stellen in der Mauer die Zeit überdauert. Solche Berichte oder Überreste gibt es aber meines Wissens nicht. Datierungen von Fachleuten und Wissenschaftlern, die in die Steinzeit zurückreichen sind schon glaubwürdiger.

In meinem Buch 13000 Jahre sind nicht viel, habe ich mir erlaubt, den vielen Spekulationen noch eine weitere hinzuzufügen. Einige Dinge, die als Rätsel bezeichnet werden, könnten dadurch eine Erklärung finden.

Natürlich haben all die Menschen, die in dem Bauwerk eine Kultstätte sehen, ebenfalls recht. Der Zweck der Mauer ist in Vergessenheit geraten und die monumentale Grösse dieses Menschenwerkes regt sofort die Fantasie an. Sicher wurde die Mauer als verehrungswürdig eingestuft und hat während ihrer ganzen Existenz Bewunderer und vielleicht eben auch Anbeter gefunden. In die „neue Zeit“ des christlichen Glaubens passte natürlich solches Heidentum nicht und musste nach Möglichkeit bekämpft werden.

Restaurierungen die heute zu sehen sind, sind recht dilettantisch ausgeführt und können klar erkannt werden werden. Trotzdem ist der Arbeitsaufwand, der über viele Generationen hinweg stattgefunden haben muss, auch heute noch klar zu erkennen.  Eine Besichtigung lohnt sich auf alle Fälle. Machen sie sich dabei ihre eigenen Gedanken. Es lohnt sich. Leider steht die Mauer nicht unter Denkmalschutz und wird durch Holzschlag und Umnutzung auch heute noch in Mitleidenschaft gezogen.

The Pagan Wall stretches across three hilltops and is easily accessible through hiking trails. The Odilie Monastery is integrated in this wall, even though in the immediate vicinity of the monastery the wall is no longer visible. It had to give way to new buildings and parking lots. On a beautiful, sunny day it’s easy to explore the 11 km long wall. Once there, it soon becomes clear that this is not a structure of the Middle Ages, as some people try to make us believe. The so-called pieces of evidence for dating this wall are most likely the result of some attempts to restore this mystifying wall, or it is a deliberate deception. If this date were correct, then the wall would probably have been mentioned in some historical documents, and the wood that had been found on the screed and that had served as a piece of evidence could have survived (until today) for a considerable amount of time in those areas of the wall. However, to my knowledge, there are no such reports or remnants. Age determination by experts and scientists that reaches far into the stone ages seems to be more plausible.

In my book 13000 Jahre sind nicht viel I took the liberty of adding another speculation to the many existing ones. This might explain a few things that are described as puzzling.

Of course, those people who consider this structure to be a pagan cult site are correct also. The actual purpose of the wall has long been forgotten, and the monumental size of this man-made structure immediately stimulates one’s imagination. Surely, this wall must have ranked as a place of worship and throughout its whole existence must have found admirers and perhaps even some worshipers. Of course, such paganism didn’t fit into the “new times” of Christianity and had to be opposed wherever possible.

Restorations as they can be seen today were completed quite amateurishly and can be recognized easily. Nonetheless, the amount of work (on the original wall) that must have occurred over many generations is still quite obvious, even today. In any case, a visit is worthwhile, and while you are there, develop your own ideas. It’s worth it. Unfortunately, the wall is not protected as a historical monument, and even today it is still being affected adversely by logging and land conversion practices.

(Translated by Lilo Schmidt)

 

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